Ich bin am Arsch

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Blitzkrieg
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Ich bin am Arsch

Beitrag von Blitzkrieg » 18 Mai 2010, 16:16

So, nun ist es soweit, nach eineinhalb Jahren Arbeitslosigkeit in der Stadt Luzern wurde mir mitgeteilt, dass das Sozialamt nicht mehr bereit ist, meine Miete zu bezahlen. Geld bekomme ich auch keines mehr, ich solle Nothilfe beantragen. Ich habe zugegebenermassen nicht sehr viel getan, ein knappes Jahr lang habe ich alles soweit hinausgezögert, wie ich konnte. Dann sagte man mir, ich hätte noch eine Chance. Ich solle mit dem RAV kooperieren und das habe ich so gut wie möglich getan. Dann kam der Umzug und alles ging den Bach runter. Die Kisten sind teilweise noch nicht mal ausgepackt und stehen hier in der kleinen Wohung rum. Im Trubel habe ich zwei Termine beim RAV verpasst und nun kam heute Morgen dieser Bescheid. Meine Arbeitsbemühungen habe ich erledigt. Mir wurde ein Praktikum versprochen, oder zumindest, dass ich den Staplerschein machen darf. Bis jetzt ist nichts dergleichen eingetreten. Ich wäre sogar beireit ein wenig zu arbeiten, habe heute nach Stellen gesehen. Ich erfülle aber nicht die Voraussetzungen. Ich sitze hier am kürzeren Hebel. es sind Bussen beim Amtsstatthalteramt offen, so um die 1000 Franken, die ich keineswegs bezahlen kann. Dann heisst es wohl wieder ab ins Loch.

:cry:
:X

Ich weiss nicht, ob das das richtige Forum ist, ich wollts einfach mal loswerden.
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-- gesperrt --
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Re: Ich bin am Arsch

Beitrag von -- gesperrt -- » 18 Mai 2010, 19:59

Schon hart, wie du behandelst wird... :X

Vielleicht könnte man einen kollektiven Besuch beim RAV organisieren!

In Deutschland klappt das ziemlich gut!

Denn wenn man als Gruppe kommt, trauen sich die scheiss Beamten nicht, dich fertig zu machen!

Auf http://zahltag-jetzt.org/ kann man gut sehen, welchen Erfolg diese direkten Aktionen in Deutschland haben!

Tagtraum
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Re: Ich bin am Arsch

Beitrag von Tagtraum » 18 Mai 2010, 23:00

Hmm, kann man dagegen nicht irgendwie Einspruch erheben, also nen Papier verfassen, warum und wieso du die Termine verpasst hast, und bisschen rumheulen und so, und das dann denen schicken? Ich mein, das Sozialamt kann dir doch nicht einfach kein Geld mehr geben? Vielleicht kürzen, aber gar keins mehr?

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Blitzkrieg
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Re: Ich bin am Arsch

Beitrag von Blitzkrieg » 19 Mai 2010, 18:10

kanagiri hat geschrieben:Schon hart, wie du behandelst wird... :X

Vielleicht könnte man einen kollektiven Besuch beim RAV organisieren!

In Deutschland klappt das ziemlich gut!

Denn wenn man als Gruppe kommt, trauen sich die scheiss Beamten nicht, dich fertig zu machen!

Auf http://zahltag-jetzt.org/ kann man gut sehen, welchen Erfolg diese direkten Aktionen in Deutschland haben!
Das dürfte nicht funktionieren, da die Leute dort rechtlich gesehen im Recht sind. Ich hätte mich wohl mehr bemühen sollen.
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savo
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Re: Ich bin am Arsch

Beitrag von savo » 19 Mai 2010, 22:30

Blitzkrieg hat geschrieben:Ich hätte mich wohl mehr bemühen sollen.
vergiss bitte nicht - egal wie sie gerade druck machen - schuld an deiner lage bist nicht du. diese gesellschaft funktioniert über die mechanismen, die du hier beschreibst. schau, dass du gut über die runden kommst, aber lass dir von den arschlöchern auf den ämtern nicht die perspektive auf was anderes als diese scheisse wegficken.

wenn alles schief geht, holen wir :mrt und mischen mal ihre büros auf!
"Was tun, wie die nächsten Kämpfe in Angriff nehmen,wie stabile Verbindungen einrichten, das sind Probleme, an die wir herangehen werden. Heute ist es bereits ein grosses Ergebnis, dass wir uns als Arbeiter begegnen und miteinander diskutieren."

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bebop
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Re: Ich bin am Arsch

Beitrag von bebop » 06 Jun 2010, 21:31

@ Blitzkrieg
Ich hoffe du hast noch irgendwie irgendwo Zugang zum Internet und/oder der Aussenwelt. Wie ist es bei dir weiter gegangen?

Ich hab mal am Arbeitsplatz mit ein paar Leuten gelabert die auch Soz beziehen und die meinten das Amt könne die Hilfe sicher auf keinen Fall einfach streichen. So sei das zumindest im Kanton Bern. Ich sagte ich kenne jemanden dem das in Luzern aber passiert ist und da wussten sie auch nicht weiter. Einige meinten Luzern sei in punkto soziale Unterstützung ein eher hartes Pflaster...

Lass dich nicht fertig machen, du bist nicht allein!
Arroganz ist die Kunst, auf die eigene Dummheit stolz zu sein.

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Blitzkrieg
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Re: Ich bin am Arsch

Beitrag von Blitzkrieg » 08 Jun 2010, 09:26

Diese verkackten Hurensöhne haben mich in eine Massnahme gesteckt, geht los, sobald der Wichser vom Amt mich da angemeldet hat. Nach Stans soll ich... ich glaub, es hackt! Da gibts nicht mal ordentliche Verbindungen!! Verschiedene Sachen ausprobieren soll man da können, begleitet... am Arsch. Die brauchen doch einfach Leute, die ihnen günstig Waren zusammenschustern. Dann soll ich nach knapp vier Jahren Arbeitslosigkeit auch gleich 100% anfangen. Natürlich, ich kann beim RAV, darauf bestehen, dass ich ertmal 60% arbeiten möchte, das "geht das RAV nichts an", aber dann macht das Sozialamt Terror. Nothilfe darf ich nun vorläufig beziehen... wie grosszügig. Dann muss ich wieder einen Antrag beim Sozialamt machen, ob ich vielleicht wieder richtiges Sozialgeld kriege. Die meinten aber, dazu müsse ich erst vermittlungsfähig sein, und das bin ich dank Einsprachefrist erst einen Monat später. Das heisst, ich kriege dann auch kein Geld, denn wie soll ich arbeiten gehen und Nothilfe abholen?

d:o
:X

Eigentlich hätte ich ihn auf der Stelle erwürgen sollen.
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Sansculotte
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Re: Ich bin am Arsch

Beitrag von Sansculotte » 08 Jun 2010, 16:29

Dann soll ich nach knapp vier Jahren Arbeitslosigkeit auch gleich 100% anfangen.
omg du armer...
aramtamtam aaaaaaramtamtam!!!

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Blitzkrieg
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Re: Ich bin am Arsch

Beitrag von Blitzkrieg » 08 Jun 2010, 19:37

Sansculotte hat geschrieben:
Dann soll ich nach knapp vier Jahren Arbeitslosigkeit auch gleich 100% anfangen.
omg du armer...
Nicht ernst gemeint, oder? :mrgreen:

Edit: Meine Güte, die Smilies hier sind teilweise erzhässlig.
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bebop
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Re: Ich bin am Arsch

Beitrag von bebop » 09 Jun 2010, 23:20

Ich glaube das war schon eher ernst gemeint. Ich kann das auch verstehen dass jemand der eh 100% arbeitet (wie Sanscu, soviel ich weis) es als Rumgeheule empfindet, wenn jemand anderes nach 4 Jahren Arbeitslosigkeit sich als "der Allerärmste" sieht wenn er/sie nun wieder in den Stollen muss.

Ich glaube es ist aber auch härter, nach langer Zeit wieder anzufangen als wenn man in der Routine drin ist.
Arroganz ist die Kunst, auf die eigene Dummheit stolz zu sein.

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