Repression und Knast

& neues von Chefduzen
Kuddel
Beiträge: 410
Registriert: 13 Nov 2009, 14:11

Repression und Knast

Beitrag von Kuddel » 20 Mai 2010, 18:11

Revolutionärer Aufbau Schweiz
Nach dreiwöchiger Untersuchungshaft wurden heute die beiden am 29. April verhafteten Genossen wieder auf freien Fuss gesetzt.


Drei volle Wochen sassen die beiden mit dem Vorwand der Verdunkelungsgefahr im Knast, ohne dass in dieser Zeit die Konfrontationseinvernahme, welche die angebliche Kollusionsgefahr aufgehoben hätte, durchgeführt wurde. Absurderweise sind sie nun einen Tag vor dieser Einvernahme freigelassen worden. Damit zeigen die Repressionsorgane unfreiwillig den wahren Charakter dieser Verhaftsaktion. Mangels Beweisen für die angebliche Beteiligung an einem Farbanschlag gegen die CS sollten die beiden offensichtlich mit Isolationshaft weich geklopft werden.

http://ch.indymedia.org/de/2010/05/75884.shtml
Zuletzt geändert von Kuddel am 08 Mai 2011, 08:37, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
bebop
Beiträge: 296
Registriert: 01 Jul 2009, 12:33

Re: Repression gegen Linke

Beitrag von bebop » 20 Mai 2010, 21:15

Hm. Dass die Polizei gerne linke Aktivisten / Aktivistinnen schikaniert und einschüchtert ist ja nichts neues. Der Fall hier war wohl ziemlich übel und unverhältnismässig.

Aber ich mag den "Aufbau" und sein Verhalten überhaupt nicht. Manchmal scheint es hier aus der Ferne, als würde er bereitwillig Leute der Polizei "opfern", um sie dann als ihre Märtyrer zu feiern. Zumindest letzteres tun sie recht häufig bei sog "politischen Gefangenen".
Arroganz ist die Kunst, auf die eigene Dummheit stolz zu sein.

Benutzeravatar
savo
Beiträge: 79
Registriert: 21 Sep 2009, 15:39

Re: Repression gegen Linke

Beitrag von savo » 20 Mai 2010, 23:07

man mag von dieser organisation halten was man will - aber ich sehe den bezug dieser geschichte zu diesem forum, das sich mit konkreten gesellschaftlichen widersprüchen auseinandersetzt, nicht.
"Was tun, wie die nächsten Kämpfe in Angriff nehmen,wie stabile Verbindungen einrichten, das sind Probleme, an die wir herangehen werden. Heute ist es bereits ein grosses Ergebnis, dass wir uns als Arbeiter begegnen und miteinander diskutieren."

Kuddel
Beiträge: 410
Registriert: 13 Nov 2009, 14:11

Re: Repression gegen Linke

Beitrag von Kuddel » 21 Mai 2010, 12:14

ich sehe den bezug dieser geschichte zu diesem forum, das sich mit konkreten gesellschaftlichen widersprüchen auseinandersetzt, nicht.
Ich denke, gegen Angriffe von Staat oder Kapital sollten linke/antikapitalistische Gruppen oder Individuen zusammenstehen, egal wie weit man sich in politischer Analyse oder politischer Praxis unterscheiden mag.
Streit und Kampf

Nicht nötig ist's, nach Schritt und Takt
gehorsam vorwärts zu marschieren.
Doch wenn der Hahn der Flinte knackt,
dann miteinander zugepackt
und nicht den Nebenmann verlieren!

Schlagt zwanzig Freiheitstheorien
euch gegenseitig um die Ohren
und singt nach hundert Melodien ­
doch gilt es in den Kampf zu ziehen,
dann sei der gleiche Eid geschworen!

Aktionsprogramm, Parteistatut,
Richtlinien und Verhaltungslehren ­
schöpft nur aus allen Quellen Mut!
Ein jedes Kampfsystem ist gut,
das nicht versagt vor den Gewehren!

Darum solang kein Feind euch droht,
verschont einander nicht mit Glossen.
Doch weckt euch einst der Ruf der Not,
dann weh das einige Banner rot
voran den einigen Genossen!

Erich Mühsam
Zuletzt geändert von Kuddel am 21 Mai 2010, 12:48, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
savo
Beiträge: 79
Registriert: 21 Sep 2009, 15:39

Re: Repression gegen Linke

Beitrag von savo » 21 Mai 2010, 12:23

Ich denke, gegen Angriffe von Staat oder Kapital sollten linke/antikapitalistische Gruppen oder Indivuduen zusammenstehen, egal wie weit man sich in politischer Analyse oder politischer Praxis unterscheiden mag.
- dieses forum ist aber ein forum der ausgebeuteten und nicht ein forum von linken aktivistenInnen, oder?

- ich will keine grosse diskussion lostreten, weil ich finde, dass es sich hier nicht um bei klassenkämpfen verhaftete handelt. ich solidarisiere mich gerne mit aktivistenInnen, welche bei konkreten kämpfen opfer von staatlicher repression werden. aber bei dieser aktion handelt es sich offensichtlich um propaganda- und antirepressionspolitik und für solche habe ich keine solidarität übrig.
"Was tun, wie die nächsten Kämpfe in Angriff nehmen,wie stabile Verbindungen einrichten, das sind Probleme, an die wir herangehen werden. Heute ist es bereits ein grosses Ergebnis, dass wir uns als Arbeiter begegnen und miteinander diskutieren."

Benutzeravatar
Hydra
Beiträge: 103
Registriert: 27 Mai 2009, 00:41

Re: Repression gegen Linke

Beitrag von Hydra » 21 Mai 2010, 13:44

ich sehe was du meinst @ savo, aber ich denke es wäre falsch wenn du eine zu scharfe Grenze ziehst zwischen "an sozialen Kämpfen beteiligten" und "linken AktivistInnen".
Oder besser gesagt: Wo genau ziehst du diese Grenze?

was mich eher aufregt, ist dass auch solche, die bekloppte oder völlig bekloppte Aktionen machen oder gemacht haben als "politische Gefangene" dargestellt werden und es nicht einmal eine Reflexion über die Beklopptheit der Aktion gibt, geschweige denn über die reale gesellschaftliche Situation oder - daraus heraus - sogar über mögliche sinvolle Orientierungen oder Aktionen.

Verbreitet ist ein Schwarz-Weiss-Bild "gute Demonstranten - böse Bullen / "wir gegen sie" und was all die Leute darüber denken ist egal denn dafür sind ja sie eh zu dumm oder zu bürgerlich und im Zweifelsfall für die Bullen. Aber macht nichts, denn WIR sind ja die Guten. Und dass wir alle schwarz uniformiert und maskiert rumlaufen ist ja begründet, denn an jeder Ecke lauern Faschos" - Pustekuchen: den Meisten geht es um den Kick, das Erlebnis, den Adrenalinrausch. "Gegen all die Normalos und scheiss drauf was sie von dir halten, sind ja eh alles Idioten und selbst schuld daran."

Leider gefällt sich ein Grossteil der sog. AktivistInnen in diesem gut/böse-Schema und lifestyle-Politik, womit sich meine Solidarität mit solchen Dingen auch eher in Grenzen hält. Aber ich würde trozdem keine völlige Grenze ziehen und wieder ein schwarzweiss-Schema ("guter Prolet /schlechter Aktivist") aufstellen, da alle Menschen gleichwertige Individuen sind und ich ihre Fähigkeit zu rebellieren achte, und zwar egal wie sie sich äussert (naja wie gesagt, ganz egal dann schon nicht ;) ).

Wie die zwei "am 29. April verhafteten Genossen" offenbar behandelt wurden ist schon übel und find ich scheisse. Ich sehe dass Leute durch solche Dinge v.a. eingeschüchtert werden sollen, was sehr häufig auch funktioniert. Aber Farbanschlag-Geschichten und anschliessende Verhaftungen/Durchsuchungen passieren immer wieder, und ich kann mich aus gennanten Gründen nicht dem Pathos des obigen Komunnikées anschliessen. Und wer, wie eine gewisse Organisation, nur in den genannten Schemen denkt und handelt und, als Beispiel dafür, regelmässig mit 1-Augustraketen auf eine Bank schiesst (Privatkrieg gegen den Staat hurra!) um sich um sich dann ernsthaft als Helden der Arbeiterklasse zu präsentieren hat sowieso jede Glaubwürdigkeit verspielt...
die opfer und die täter
kommen heute etwas später
das schlachten ist verschoben
anweisung von oben

Benutzeravatar
savo
Beiträge: 79
Registriert: 21 Sep 2009, 15:39

Re: Repression gegen Linke

Beitrag von savo » 21 Mai 2010, 14:59

ich stimme dir teilweise zu, schreibe dir aber eine PM aus dem bereits genannten grund (a. weil dieses forum ja schon den zweck hat, forum für konkrete fragen zu bruchstellen dieser gesellschaft und den daraus entstehenden kämpfen zu sein b. weil diskussionen zu verhaftungen in foren nur in einem bestimmten rahmen sinn machen und dieser rahmen wird automatisch gesprengt, wenn organisationen mit den von dir genannten aktionsformen involviert sind).
"Was tun, wie die nächsten Kämpfe in Angriff nehmen,wie stabile Verbindungen einrichten, das sind Probleme, an die wir herangehen werden. Heute ist es bereits ein grosses Ergebnis, dass wir uns als Arbeiter begegnen und miteinander diskutieren."

Benutzeravatar
Hydra
Beiträge: 103
Registriert: 27 Mai 2009, 00:41

Re: Repression gegen Linke

Beitrag von Hydra » 21 Mai 2010, 22:29

Ja diese Diskussion muss man nicht in allen Einzelheiten hier führen. Dein Vorschlag ist eine gute Lösung. Ich habe eigentlich nichts dagegen, wenn über solches Zeug berichtet wird. Ich wollte einfach meinen Senf dazu geben, wie ich diese Dinge so wahrnehme.
die opfer und die täter
kommen heute etwas später
das schlachten ist verschoben
anweisung von oben

Kuddel
Beiträge: 410
Registriert: 13 Nov 2009, 14:11

Re: Repression gegen Linke

Beitrag von Kuddel » 07 Mai 2011, 16:09

Hungerstreik der politischen Gefangenen der Schweiz

Am 1. Mai begannen Silvia, Marco, Billy und Costa eine gemeinsamen Hungerstreik, der bis zum 28. Mai über andauern wird.

Sie werden ihn in Form einer Staffette ausführen.D.h. dass nicht alle gleichzeitig streiken werden, sondern nacheinander. Begonnen hat Silvia am 1. Mai.

Wir dokumentieren hierzu ihre Erklärung:

ERKLÄRUNG INITIATIVE 1.-28. MAI 2011

Vom 1.-28. Mai 2011 führen wir erneut einen Hungerstreik durch, den wir in Staffetten von je 7 Tagen untereinander aufteilen. Mit dieser neuen kollektiven Initiative wollen wir die Kontinuität der Bindungen und Beziehungen, die schon in früheren Steiken und vielen solidarischen Initativen und kämpfen draussen geknüpft wurden. Aber es ist auch eine Antwort auf die Versuche der Bundesanwalt Schweiz und der internationalen Repression die Kämpfe zu verleumden, isolieren und brechen. Solche Versuche werden an unserer Entschlossenheit immer scheitern, jenen Faden nicht zu durchschneiden, der uns mit euch GenossInnen draussen verbindet, um ihn im Gegenteil mit euch zusammen immer weiter zu spinnen, als Teil der revolutionären Bewegung für die Befreiung der Tiere und der Erde.

Die vor einem Jahr begonnene enorme BP-Deep Water Horizon-Katastrophe im Golf von Mexiko hat das Prinzip der techno-industriellen Gesellschaft bestätigt, wonach ihre technologischen Mittel gegen die Katastrophen der Technologie immer schlimmer als das Übel sein werden, das sie vorgeben beheben zu wollen, um hingegen jeder Verheerung eine noch Grössere hinzuzufügen. In diesem Fall mit dem chemischen Lösungsmittel geheimer Zusammensetzung und mit nanotechnologischen Teilen, dessen Folgewirkungen unbekannt sind; das also experimentell in ungeheuren Mengen ins Meer versprüht wurde. Geheime Zusammensetzung also, genau wie beim Chemiecocktail, das mit Hochdruck zusammen mit Sand und Wasser in die tiefen Schiefergesteinsschichten gejagt wird, um das dort lagernde Erdgas dank neuer Technologie endlich hervorzuholen. Schiefergesteingas kommt nicht in den immer seltener werdenden grossen unterirdischen Blasen, sondern in unendlich vielen kleinen Bläschen vor, die in Schiefergesteinsschichten eingeschlossen sind. Verheerende Folgen wie Erdbeben und noch noch mehr Vergiftung der Oberfläche und des Grundwassers sind vorprogrammiert. Bezeichnend: In den Medien der Multis (TV und Presse) haben sie mit massiver Werbung für Gas als grüne Energie seit Fukushima schlagartig und völlig jene für Atomstrom als saubere Energie ersetzt...

Und die Bilder vom Norden Japans drangen mit der geballten Wucht eines kaum vorstellbaren Ereignisses in unsere Stuben und Zellen. Die Unkontrollierbarkeit der natürlichen Elemente entblösst so die gesamte anthropozentristische Überheblichkeit des techno-wissenschaftlichen Fortschrittes und fegt in einem einzigen Nachmittag tausende von Menschenleben mitsamt allen Gewissenheiten einer urbanen Gesellschaft hinweg. Alles um uns Existierende wurde von Wissenschaft, Wirtschaft und Regierungen neugestaltet und stellte uns alle in einen Schwebezustand; in ein selbsttragendes künstliches Gerüst hinein, das alles aber nur nicht solide ist: Die technologisch-industrielle Gesellschaft eben.

Seit tausenden Jahren von Zivilisation, die sich jetzt zu ihrem totalen und globalen Ausdruck - Kapitalismus der Multis - verdichtet hat, werden wir alle dazu gezwungen dieser Gesellschaft, ihren Schädlichkeiten und Illusionen, unsere Leben anzuvertrauen. In ihrer dumpfen Arroganz, die während der gesamten Geschichte für alle Herrschenden bezeichnend ist, kann sich die Macht keinerlei Infragestellung ihrer selbst und der Gegenwart leisten, zu der sie uns gezwungen hat. Zu Nachbesserungen, die immer Scheinlösungen sind, nur dann wenn sie ihre Legitimität stärken können, kann sie jedoch nichts anderes als sich andauernd zu reproduzieren, in einer unendlichen Spirale, deren erdrückende Windungen uns immer enger umschliessen. Wo die Bio- und Nanotechnologien als Teil dieser schädlichen Spirale bzw. des Systems keineswegs nur schlichte und weitere technologische Entwicklungen unter vielen anderen sind. Sie sind hingegen die Schlüsseltechnologien, womit sich das ganze Gerüst, worauf wir von unserer natürlichen Welt wegdeportiert wurden, selbst repariert. Und sie bilden innerhalb der techno-industriellen Spirale jenes Bindeglied, das den eisernen Ring der Herrschaft über unser Leben und alles Bestehende schliessen wird. Wobei die Gefahr für die Profite der Unternehmer und ihrer Multis kaum mehr von den Massen ausgeht, da diese vom materiellen Fortschritt abhängig geworden sind, sondern einer von den eigentlichen „Begrenztheiten" dieses Planeten. So entsteht der Bedarf nach neuen Rohstoffen, neuen Materialien und Substanzen mit neuen Eigenschaften, neuen Formen der Energieproduktion, neuen „verbesserten" Pflanzen- und Tierarten, neuen Anwendungen in Ernährung, Industrie und Medizin durch die Manipulierung des Lebenden und der Materie. Innovationen, die wie eigentlich alle zentralen technologischen Innovationen der Zivilisation den militärischen Bedürfnissen nach imperialistischem Krieg nach Innen und Aussen für die Dreifaltigkeit Eroberung-Kontrolle-Ausbeutung entspringen. Ein Krieg, der heute mehr denn je weiter über das Militärische hinausgeht und seine Front auf jede Äusserung von Leben und Materie in Nano- und Makrobereich und selbst über den Planeten Erde hinaus ausgeweitet hat.

So investieren alle Produktionsbereiche in diese Technologien und beschränken sich nicht mehr auf die Enge ihrer Labors. Nachdem sie den ganzen Planeten sogar mitsamt dem Weltraum in eine einzige todbringende und stinkende Müllhalde verwandelt haben, machen sie den gesamten Planeten zu ihrem Labor, zu einer neuen lebenden, oder besser gesagt sterbenden volltechnologisierten Welt.

Nicht – wie es uns die grossen „Green-washing" - Kampagnen des Medien- und Staatsterrorismus der Multis weismachen wollen – um die vom System verursachten sozialen und ökologischen Verheerungen gutzumachen, sondern um die Herrschafts- und Ausbeutungssystem immer neu reproduzieren zu können bis es ihnen gelingt, die techno-industrielle Umzingelung vollends zu schliessen.

Mit dieser Initiative wollen wir ein spezifisches Empfinden vermitteln, das revolutionär, anarchchistisch, ökologisch ist. Was uns dazu bringt, uns prioritär gegen Biotech, Nanotech und Nuklearforschung einzusetzen, weil es die zentralen Schädlichkeiten sind, auf die sich das System für seine Neustrukturierung stützt. Darum ergreifen wir diese Gelegenheit auch und vor allem zum Aufruf, den Kampf gegen Gentech und insbesondere gegen die andauernde Verbreitung von GVO in Europa zu relancieren. Eine Verbreitung, die von der EFSA mit Sitz in Parma als obligatorisches Durchwinke-Amt und von den Chemie-, Agro- und Nahrungsmittelmultis mit dem Ziel der Liberalisierung von gentechnisch verändertem Saatgut betrieben wird. Auch das ist Teil, und ein entscheidender Teil, des Versuches die totale und absolute Kontrolle und Herrschaft auf alle biologischen Vorgänge auszuweiten (entsprechend gilt dasselbe für alle sozialen und wirtschaftlichen Vorgänge durch Nanotech und Informatik), indem das Lebewesen auf einen schlichten Gen-Haufen reduziert wird, den es zu Produktionszwecken zu formen gilt. Diesen Kampf dürfen wir nicht ExpertInnen und PolitikerInnen delegieren, denn diese sind jedenfalls KomplizInnen des Systems, sondern indem wir Initiativen organisieren und breit agieren um diese Nekrologien aufzuhalten.

Mit diesem Streik bekräftigen wir unseren Willen innerhalb eines breiteren und lange dauernden Kampfes aktive Subjekte zu bleiben; Mauern, Gitter und Grenzen der machter niederzuschlagen, und erklären erneut unsere aktive Mittäterschaft mit allen, die gegen die Unterdrückung des Menschen durch den Menschen, der Frau durch den Mann, der anderen Tiere und der ganzen Erde durch den Menschen kämpfen!

Bedingungslose Komplizität und Solidarität den Rebellen, die sich am 7. Feburar 2011 einem Todes-Transport (Atom-Müll) in der Val di Susa widersetzt haben!

Bedingungslose Komplizität und Solidarität den fünf GenossInnen, die am 6. April 2011 in Italien in Geiselhaft genommen wurden und allen anderen, die von diesem x-ten repressiven Angriff aufgrund des faschistischen Vereinigungsartikels getroffen wurden!

Solidarität den GenossInnen aus der sozialen Guerilla, die in Griechenland, Chile, Argentinien, Mexiko und der ganzen Welt in Geiselhaft sind!

Solidarität den GenossInnen der Justiz- und Polizeikonstruktion „Caso Bombas" und den vier politischen Gefangenen Mapuche, die im chilenischen Staat in Geiselhaft und im Hungerstreik sind!

Und natürlich allen revolutionären Gefangenen, die hier in Europa, auf dem Amerikanischen Kontinent und überall auf der Welt als Geiseln des sozialen Krieges gefangen sind!

Und natürlich, herzlichste revolutionäre Grüsse allen GenossInnen, die ihre euch zu diesem 1. Mai hier in Zürich und in der Schweiz versammelt habt, wo wir, im Zusammentreffen eurer spezifischen Ausdrücke, sehr wohl wissen lebhaft präsent zu sein. Wo wir als revolutionäre Gefangene sehr wohl wissen, dass unsere Präsenz auch in der starken internationalen Mobilisierung und Teilnahme gegen Repression und für die Befreiung von uns revolutionären Gefangenen lebendig ist!

Mit der Solidarität in Bewegung wird die Repression unsere Kämpfe nicht aufhalten können! Die Leidenschaft für die Freiheit ist stärker als jegliche Autorität!

Anfangs Mai, aus dem Schweizer Knast
Silvia, Costa, Billy und Marco
http://political-prisoners.net/item/296 ... hweiz.html

Anmerkung: Bei der Erklärung stehen mir z.T. die Haare zu Berge. Trotzdem: ich halte es für sinnvoll über Repression gegen linke politische Aktivisten zu berichten, egal ob man deren Vorgehen und Argumentation gutheißt oder nicht...

Benutzeravatar
savo
Beiträge: 79
Registriert: 21 Sep 2009, 15:39

Re: Repression gegen Linke

Beitrag von savo » 07 Mai 2011, 22:26

könnte man nicht in einem eigenen thread gefängnisse und andere zwangsmassnahmen an sich diskutieren? diese unterteilung in politische und unpolitische (gibts das denn überhaupt und wenn ja, an welchen kriterien lässt sich dies messen?) gefangene ist m.e. unsinnig.

spannend fände ich, wenn hier auch soziale kämpfe innerhalb der gefängnisse diskutiert würden. da gab es ja einige interessante entwicklungen in letzter zeit (auch in der schweiz, siehe petition der häftlinge in regensdorf)
"Was tun, wie die nächsten Kämpfe in Angriff nehmen,wie stabile Verbindungen einrichten, das sind Probleme, an die wir herangehen werden. Heute ist es bereits ein grosses Ergebnis, dass wir uns als Arbeiter begegnen und miteinander diskutieren."

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste