15Mayo: Die Empörten in Spanien und weltweit

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Wirken
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15Mayo: Die Empörten in Spanien und weltweit

Beitrag von Wirken » 17 Aug 2011, 15:18

15Mayo: Die Empörten in Spanien und weltweit. Die Zukunft gehört den Ausgebeuteten!

Die Geschichte beschleunigt sich. Während die Nachrichten über die Weltwirtschaft das wirkliche Ausmaß der Krise an den Tag legten reagiert ein wachsender Teil der Menschen mit berechtigter Ungeduld.
Die herrschende Klasse spricht seit zwei Jahren von Wideraufschwung und Reformen, aber diese in Form von massiven Sparmassnahmen gegen die Bevölkerung. Es sind weltweit Millionen, die von der Krise durch Armut und soziale Aus grenzung betroffen sind. Konkret bedeutet dies unbefristete Arbeitslosigkeit, Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse bis zu den extremsten Fällen, die sich direkt in großer Armut und Hunger ausdrücken.
Betroffen sind überall dieselben: StudentInnen, Arbeitslose, ArbeiterInnen, AusländerInnen und Ansässige, Junge und Alte über alle Generationen hinweg. Es ist der Teil der Menschen der durch die Kontrolle einiger Wenigen über Gesell schaft und Wirtschaft vollständig ausgeliefert ist und keine Perspektive in der kapitalistischen Gesellschaft mehr hat.
Nach den massiven Revolten in Nordafrika anfangs des Jahres ist die Empörung auch in Europa angekommen. Nach Griechenland und Großbritanien gab es ab Mitte Mai eine eindrückliche Welle von Protesten in den Städten Spaniens. Als Reaktion auf die eingeleiteten Sparmassnahmen der Regierung mobilisierten sich Tausende von Menschen und bildeten Kollektive. Es gab Diskussionen über das Jetzt und wie man aus der jetzigen Perspektivlosigkeit herauskommt. Diskutiert wurde in Vollversammlungen. Diese wurden sofort zu einem Instrument des kollektiven Bewusstseins und halfen die sonst so starke Vereinzelung zu durchbrechen. Auch die Solidarität unter den Menschen war da. Man vertrau-te den Nachbarn, die sonst oft als Konkurrenten wahrgenommen werden.
Die brutale Repression der spanischen Regierung, aber auch die subtile der DRY (Democracia Real Ya) welche die Bewegung in ihre Einzelteile aufzuspalten versuchte, haben dazu geführt, dass heute nur noch ein Teil der Beteiligten organisiert ist. Nichts desto trotz sind die konkreten Erfahrungen aus Spanien zentral für künftigen Kämpfe der Ausge beuteten in anderen Teilen der Welt!
Wir fordern alle Interessierten auf, sich an der Diskussion über diesen Spanischen Frühling zu beteiligen und das zu tun was sich die Proteste so spontan angeeignet haben: Das kollektive Diskutieren und Handeln.
In England brechen am 6. August explosionsartig Ausschreitungen von Jugendlichen aus, die sich in einer perspektivlosen sozialen Misere befinden. Die Frage der Gewalt taucht hier in zugespitzter Form auf. Was sind die Unterschiede, was sind die Gefahren welche heute in Spanien, England und anderswo auf die Menschen lauern welche durch die soziale Sackgasse des Kapitalismus in die Enge getrieben werden?
Als Einstimmung für die Veranstaltung schlagen wir unseren Artikel http://de.internationalism.org/15M_Zukunft zum lesen vor. Natürlich ist aber auch jede andere Quelle und Diskussionsgrundlage erwünscht. Nicht die offiziellen Medien – aber das Internet ist schließlich voll von Berichten und Diskussionen der Beteiligten selbst.

Samstag, 27. August 2011, 15.00, ZentrumKarl der Grosse, Kirchgasse 14, Zürich
Samstag, 24. September 2011, 14.00, Alte Feuerwache, Melchiorstr., Nähe Ebertplatz, Köln

Kuddel
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Re: 15Mayo: Die Empörten in Spanien und weltweit

Beitrag von Kuddel » 21 Feb 2012, 12:41

Massive Proteste gegen Arbeitsmarktreformen in Spanien

Spanien hat am Sonntag massive Proteste gegen die Arbeitsmarktreformen der konservativen Regierung erlebt. Die beiden grössten Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT riefen zu Demonstrationen in 57 Städten auf.

Gewerkschaftsvertreter sprachen in Madrid von 500'000 Protestteilnehmern, in Barcelona von 400'000. Für die Hauptstadt machte die Polizei keine Angaben, in Barcelona sprach sie von 30'000 Demonstranten.

Die Regierung will mit den umstrittenen Massnahmen, die eine Lockerung des Kündigungsschutzes und die Erleichterung von Lohnkürzungen vorsehen, die Wirtschaft in Gang bringen und die Arbeitslosigkeit bekämpfen. Mit der Reform will die neue konservative Regierung die angeschlagene Wirtschaft des Landes ankurbeln.

"Nein zu der unfairen, ineffizienten und nutzlosen Reform", hiess es auf einem Banner an der Spitze des Protestmarschs im Madrider Zentrum. Die Teilnehmer riefen "Streik, Streik, Streik".

"Wir müssen handeln. Sie fangen so an und dann werden sie weitere Rechte streichen", sagte der arbeitslose Bauarbeiter Victor Orgando. Seit 2007 hat sich nach dem Platzen der Immobilienblase die Arbeitslosenrate in Spanien auf fast 23 Prozent verdreifacht.
http://www.swissinfo.ch/ger/news/newsti ... d=32150154

Bild

FOTOS: http://economia.elpais.com/economia/201 ... 1329662798

Auch das sollte man sich mal reinziehen: http://www.arte.tv/de/5000-Zwangsraeumu ... 18196.html

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