ausgenutzt im Praktikum

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lucky puke
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ausgenutzt im Praktikum

Beitrag von lucky puke » 16 Apr 2010, 17:13

Heute war im 20min ein Artikel darüber, wie PraktikantInnen als billige Arbeitskräfte missbraucht werden.
Ich kopier den Artikel mal hin um die Diskussion zu eröffnen, finde es ein wichtiges Thema.
Arbeitgeber nutzen Praktikanten aus
von Fabienne Wittwer - Schlechte Bezahlung oder miese Arbeit: Praktikanten müssen bei der Stellensuche genau hinschauen.

Für Wiedereinsteiger, Branchenwechsler oder Studien­abgänger ist ein Praktikum eine gute Chance, Berufser­fahrung zu sammeln. Aber Achtung: Nicht überall, wo Praktikum drauf steht, ist auch Praktikum drin. Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten nutzen viele Unternehmen Praktikanten als billige Arbeitskraft, weiss Kurt Amiet vom kaufmännischen Verband Bern. «Wir kennen einige ­Fälle, in denen Praktikanten schlicht ausgenutzt wurden.» Viele Anstellungsverhältnisse würden einfach als Praktikum bezeichnet, obwohl gar keine Ausbildung stattfinde. Deshalb hat der Verband jetzt einen Rat­geber geschrieben, in dem künftige Praktikanten, aber auch Firmen alles über Anstellungsbedingungen und Löhne während eines Praktikums nachlesen können.

Auch beim BIZ rät man zur Vorsicht: «Wir geben den Interessenten in Kurzgesprächen in unserer Infothek Hinweise, worauf sie besonders achten müssen», sagt Christoph Salzmann vom BIZ Bern-Mittelland. Die Aktion Lehrstellen und Praktikumsplätze (ALP) prüft die Praktikumsplätze sogar persönlich. «Aufgrund zum Teil schlechter Erfahrungen pflegen wir persönlichen Kontakt zu den Firmen und checken, ob diese auch wirklich seriös sind, bevor wir die jungen ­Leute vermitteln», so Severine Seiler von der ALP Grauholz.
http://www.20min.ch/news/bern/story/14075644

und noch zwei kommentare, die das ganze konkretisieren:
#
Es gibt schwarze Schafe

Das habe ich auch erlebt.Ein Praktikum in der Küche eines Restaurants,stellte sich als "Ausblidung"zum Abwaschen heraus.Das obwohl ich eine Lehre als Koch hatte,aber schon lange nicht auf dem Beruf gearbeitet habe.Auf meine Reklamation hin,erklärte man mir,man mache das immer so.Wenn es mir nicht passen würde,könne ich sofort gehen.Das habe ich auch getan.Natürlich gab es Straftage vom RAV.Aber das war mir gleich.
von: Petra Imhof am: 16.04.2010 11:32
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Praktikum = Moderne Sklaverei
Habe mit 40 nochmals eine Lehre als Pflegefachfrau gemacht. Ein Praktikum war die Bedingung für diese Ausbildung. Für Fr. 1000.- musste ich voll arbeiten, Leute im Heim aufnehmen, waschen und kleiden. Das ist Knochenarbeit. Die Institutionen beschäftigen laufend solche billigen Arbeitskräfte, das hat System. Dadurch werden "richtige" Arbeitnehmerinnen eingespart. Der Gesellschaft scheit es egal zu sein...
von: Doris am: 16.04.2010 08:39
habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht?
Freiheit heisst nicht, zu tun was man tun will, sonder zu wollen was man tun muss. (G. Blocher)Bild

fruchtifroh
Beiträge: 1
Registriert: 16 Sep 2009, 16:11

Re: ausgenutzt im Praktikum

Beitrag von fruchtifroh » 02 Mai 2010, 16:35

Hallo
Hier ein text über eine von meine persönliche praktikum erfahrung...Er ist auch in der letzte Schwarze Katz der FAU Bern publiziet worden: http://www.faubern.ch/_texte/Schwarzi%20Chatz_6.pdf
Bringt nicht viel aber vielleicht ist ja gut wenn andere PraktikantInnen merken dass es auch andere in der Selben scheisse hat und darum könnt man vielleicht doch etwas machen.

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Billig und belastbar
Ein Erfahrungsbericht aus dem Sozialwesen

Für meine Ausbildung im sozialen Bereich war ich mehrmals Praktikantin. Zweimal ziemlich lang am selben Arbeitsort (je ein Jahr). Die beiden längeren Praktika waren an verschiedenenArbeitsorten, in verschiedenen Kantonen und in verschiedenen Sprachen, aber eigentlich war es sehr ähnlich. Ja, es war sehr interessant, ich habe viel nützliches für meinen Beruf gelernt und hatte fast immer einen sehr guten Kontakt zu den BesucherInnen der Institution.

Das war die gute Seite. Weniger lustig war, dass – obwohl offiziell nicht vollständig Ausgebildete nicht zum Team gezählt werden – ich inoffiziell sehr wohl als Arbeitskraft angesehen wurde und galt. Aber irgendwie als Arbeitskraft mit weniger Wert. Ich musste zum Beispiel die ganze Zeit, wenn jemand etwas fragte, nacher noch diplomierte Leute fragen um sicher zu sein. Bezahlt war ich auch ziemlich schlecht. Es gibt keine Regeln aber ich habe je nach Praktikum von Löhnen von 700.- bis 1300.- gehört. Ich selber bekam ca. 1100.- bezahlt. Wenig ist dies, weil ich wie andere auch 42 Std/Woche tätig war und eigentlich auch voll als Arbeitskraft zählte. Dazu habe ich ein gutes Beispiel. Nach einer üblen Geschichte wurde die Lehrerin, in deren Sonderklasse ich arbeitete, plötzlich krank (eigentlich wegen Mobbing aber das erzähle ich später).

Eine Sonderklasse ist eine Klasse, die spezialisiert ist auf die Ausbildung von Menschen mit Lernschwierigkeiten
(z.b geistige Behinderung). Unsere hatte 5 Schüler und weil das intellektuelle Niveau unserer Schüler sehr
unterscheidlich war, hatten wir viel Einzelunterricht. Wir waren zwei Praktikantinnen und eine Heilpädagogin.
Das bedeutet also, dass eine genaue und gute Organisation nötig war.

Die Lehrerin war krank – aber niemand von der Abteilung konnte uns sagen warum und für wie lange. Die Abteilungsleiterin kam einfach eines Morgens und sagte: „Frau X ist krank. Ich habe es zu spät erfahren, um eine Aushilfe zu bestellen. Ist das ok für euch?” Und dann kamen noch tausende „Tut mir leid”, „Ihr seid super”, „fragt, wenn es nicht geht” und ähnliche Sätze.

Vielleicht denkst du, wir hätten einfach nein sagen können? Aber nein sagen ist viel, da du als Praktikantin unsicher bist. Du willst alles gut machen, damit die Leute dich anerkennen und du willst stolz sein auf das, was du gemacht hast. So haben wir „OK” gesagt, „kein Problem.” Der Tag war stressig, denn wir mussten in 15 Min. an diesem Morgen das ganzes Programm umstellen, so dass die Arbeit, die wir gewöhnlich zu dritt machten, zu zweit möglich war. Die Jugendlichen waren auch gestresst durch diese Neuigkeit.

Am nächsten Tag war es wieder so, und dann die ganze Woche. Dann kam plötzlich eine Aushilfe, Frau B. Das war gut, weil es uns ein bisschen entlastete. Leider war diese Frau B. zwar diplomiert, aber sie kannte unsere Klasse nicht und hatte Mühe, mit Jugenlichen, die eine geistige Behinderung haben, zu arbeiten. So mussten wir, die Praktikantinnen, sie zuerst einarbeiten und das Tagesprogramm machten auch gleich immer wir.

Spardruck und Mobbing

Wir fingen uns an zu fragen ob das normal ist. Ob es so richtig war, so zu arbeiten, mit der
grossen Verantwortung und diesem geringen Lohn. Frau X kam dann kurz wieder, aber es ging nicht sehr lange bis sie wieder zu Hause bleiben musste. Dann hatten wir genug vom Stress und von einer nichtrichtigen Ausbildung. Frau B., die wieder in unsere Klasse kam, war super. Sie riskierte als Aushilfe fast nichts und ging als erste zu der Abteilungsleiterin. Sie sagte, dass sie das Benehmen der Institution uns gegenüber nicht OK fand. Als wir zweiselber gingen, war plötzlich schon alles geregelt und wir bekamen ein bisschen mehr Lohn. So hatten wir wenigstens das Geld „züruck” bekommen, aber psychisch war es nicht besser. Uns wurde immer nur gesagt „Frau X ist krank”.

Aber wer kann nur an so etwas über Wochen glauben. Sogar unsere SchülerInnen fragten die ganze Zeit, was los war. Zum Glück hatten wir, trotz Verbot, Kontakt mit Frau X. Sie erklärte uns alles: Nach einem unbezahlten
Urlaub von einem Jahr war sie in unsere Klasse gekommen. Kurz danach, etwa 1-2 monate später, fingen
die Gespräche mit der Leitung an. Sie wollten ihre Kündigung. Als sie nach den Gründen fragte, wurde ihr geantwortet, dass sie mit 55 „zu alt” sei, sie sei „nicht mehr motiviert” (dies fand die Vizedirektorin, die wir eigentlich nie in unsere Klasse sahen!) und noch weitere solche Beleidigungen bekam sie zu hören. Frau X. vermutete eine persönliche Geschichte gegen sie.

Von unsere Seite war das alles TOTAL falsch, aber uns fragte ja niemand... Ich habe noch nie soviel gelehrnt, wie mit ihr. Sie war super zu uns und „Spezialistin” in einer Methode, die mich sehr interessierte. Zudem hatte sie auch sehr guten, menschlichen Kontakt mit den SchülerInnen. Wirklich: Wir konnten und ich kann es mir bis heute nicht vostellen, aus welchen Gründen – ausser persönlichen – sie kündigen sollte. Vielleicht kostete sie für den Betrieb zu viel und sie wollten lieber einE jungE neuE ausgebildete LehrerIn (von denen es in diesem Betrieb immer viele hatte...) einstellen.

Ich habe das Gefühl, dass heute (auch) im Sozialen nur noch ein sparendes Management namens „New Management” gefragt ist und nicht mehr eine gute Begleitung und Ausbildung von Menschen, die mehr
Hilfe brauchen als andere.

Wie kann man sich wehren ?

Zu dieser Zeit war ich wirklich hasserfüllt.Ich sah den Scheiss passieren und konnte nichts machen.
Wir hatten zum temporären Verbot, Kontakt mit der Lehrerin zu haben, auch eine spezielle Klausel, die uns verbot vom Betrieb und den SchülerInnen zu sprechen. Dazu ist die Stelle einer Praktikantin quasi nicht gesichert und es hat genug andere, die ein Praktikum für eine Schule brauchen und bereit sind, 6-12 Monate für diesen lächerlichen Lohn den Mund zu halten. Dazu kommt auch, dass die Arbeit an sich eigentlich interessant und für die Ausbildung eine super Erfahrung ist. Na ja, dies war nur eine Erfahrung, aber ich bin sicher, dass das kein Einzelfall war. Das, was ich mich frage ist: Wie können wir uns wehren? Bei PraktinkantInnen ist es ja schwierig, weil die Leute im Gegensatz zu Lehrlingen, die sich in der Berufschule treffen können, keinen Kontakt untereinander haben. Dazu kommt ja, dass es normalerweise nicht so viel PraktikantInnen im selben Betrieb hat. Also, was tun?? Manchmal haben wir gedacht, dass wir die Medien informieren könnten. Aber welche Medien würden so etwas anhören und bringen? Was wäre mit der Schweigepflicht?

Frau X. hat Glück gehabt: Mit 55 fand sie eine neue Stelle in einer anderen Schule! Es kann also nicht sein dass
sie nicht mehr motiviert ist. So konnte Frau X. mit einem Lächeln ihre Kündigung der Leitung geben. Klar ist jetzt nicht alles in Ordnung, aber sie konnte wenigstens erhobenen Hauptes gehen.

kmarty123
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Registriert: 16 Jun 2010, 13:43

Re: ausgenutzt im Praktikum

Beitrag von kmarty123 » 16 Jun 2010, 13:49

Na das ist ja klar, ein Praktikum ist ja fast immer eine Ausbeutung. Es gibt sicher nur ganz weniger Firmen, welche wirklich Interesse daran haben den Praktikanten etwas beizubringen (was im Grunde der Firma nur noch mehr Arbeit verursacht). Und die muss man mal finden!

Kuddel
Beiträge: 408
Registriert: 13 Nov 2009, 14:11

Re: ausgenutzt im Praktikum

Beitrag von Kuddel » 28 Apr 2018, 08:13

Schluss mit Ausbeutung:
Warum es Zeit ist für einen Aufstand der Praktikanten

Ein 100 Prozent Job für 900 Franken im Monat? Das kommt vor und nennt sich immer häufiger «Praktikum». Eine gefährliche Entwicklung, denn Praktika sind gesetzliche Schlupflöcher. Und diese sollten endlich gestopft werden.


An den Handgelenken gefesselt stehen drei Frauen und drei Männer mit farbigen Masken einem Herrn mit Peitsche gegenüber. Um ihre Hälse baumeln Schilder mit der Aufschrift «Praktikum Coiffeuse 600.- / Monat» oder «Praktikum Fachmann Betreuung, 900.- / Monat». Mit dieser Aktion machte die Juso zusammen mit der Gewerkschaft Unia vergangenen Sonntag auf die Missstände im Praktikumswesen aufmerksam. Und das zu Recht.

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Die Juso machte in Bern auf Missstände im Praktikumswesen aufmerksam. bild: screenshot/nau.ch

Wie eine aktuelle Studie von Travail.Suisse zeigt, befindet sich jeder vierte der 15- bis 24-Jährigen in einem befristeten Arbeitsverhältnis. 40,9 Prozent davon sind Praktika. Damit hat sich die Zahl der Praktikanten seit 2010 um einen Drittel erhöht.

Neu sind Praktika nicht. Bereits 2005 prägte der ZEIT-Autor Matthias Stolz den Begriff «Generation Praktikum» und machte damit auf ein negatives Lebensgefühl aufmerksam, das vor allem unter jungen Akademikern verbreitet war, die versuchten Lücken in ihrem Lebenslauf mit unterbezahlten Praktika zu überbrücken. Doch heute sind es nicht mehr nur Akademiker, die Praktika absolvieren. Es sind auch Kleinkinderbetreuer, Köche, PR-Berater oder Haustechniker. Viele davon arbeiten als ordentliche Mitarbeiter zu einem Hungerlohn und haben dabei nicht einmal die Sicht auf eine Festanstellung.

Diese Entwicklungen untergräbt nicht nur das duale Bildungssystem, sondern bietet auch viel Raum für Missbrauch. Denn Praktika bringen zwei grosse Probleme mit sich:

Problem Nummer eins: Ausbeutung des Arbeitnehmers. Ein Praktikum ist vergleichbar mit einer Lehre, soll also der Ausbildung dienen. Nur scheinen das nicht alle Unternehmen so zu handhaben. Viele Stellen werden unter dem Deckmantel Praktikum ausgeschrieben, gearbeitet wird dann aber genau gleich wie bei einer Festanstellung. Unternehmen sparen so Geld, vom Ausbildungscharakter ist kaum eine Spur zu finden. Andere Firmen suchen wiederum jemanden, der «Tubelijobs» erledigt, schreiben die Stelle aber als Praktikum aus. Und immer wieder werden Leute abgelehnt, die noch keine Berufserfahrung gesammelt haben. Obwohl ein Praktikum eigentlich genau dazu da wäre.

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Die täglichen Probleme der Praktikanten. bild: facebook/the.very.best.of.jodel

Viele junge Menschen haben aber meist kaum eine andere Wahl, als sich darauf einzulassen und absolvieren Praktikum nach Praktikum. Denn sie wissen: Wenn man es selbst nicht macht, macht es jemand anders und man steht nach wie vor ohne Job da. Der Arbeitgeber befindet sich in einer viel mächtigeren Position. Und weil es keine gesetzlichen Rahmenbedingungen für Praktika gibt, kann man sich auch kaum dagegen wehren, wenn man das Gefühl hat, nur als billige Arbeitskraft herhalten zu müssen.

Problem Nummer zwei: Wo kein Kläger, da kein Richter. Für die Bekämpfung missbräuchlicher Praktika findet sich kaum eine Lobby. Das politische Interesse, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, ist minim. Denn der wirklich davon betroffene Teil der Bevölkerung jung, politisch schlecht organisiert und geht oft aus Mangel an Alternativen Praktikumsverträge ein, anstatt sich dagegen zu wehren. Praktikanten formieren sich nicht zu Gewerkschaften, weil sie auf einen baldigen festen Arbeitsvertrag hoffen oder das Praktikum sowieso zeitlich begrenzt ist.

Der Bundesrat schreibt auf eine Anfrage von der Grünen-Nationalrätin Lisa Mazzone: «Aufgrund der relativ geringen und über die Jahre konstanten quantitativen Bedeutung von Praktika bestehen keine Anhaltspunkte, wonach diese schweizweit zu einem Einfallstor für prekäre Anstellungsbedingungen für junge Berufseinsteiger geworden wären.»

Natürlich ist nicht jeder Praktikant in erster Linie ein billiger Mitarbeiter. Viele Praktika sind wichtig und ermöglichen einen erfolgreichen Einstieg in die Arbeitswelt. Eine Abschaffung des Praktikums an sich, ist nicht die Lösung des Problems.

Dennoch braucht es eine Veränderung. Denn wie die Zahlen von Travail Suisse zeigen, nimmt die Anzahl Praktika stetig zu – und damit auch der Raum für Missbrauch. Es braucht endlich einen Schutz vor ausbeuterischen Praktikumsverhältnissen, angefangen mit klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen. Ein Praktikum ist eine Aus- oder Weiterbildung. Niedriger Lohn muss also zwingend mit einem Lerneffekt und der persönlichen Ausbildung kompensiert werden.

Hier lohnt sich der Blick über die Grenze nach Deutschland. Denn dort gibt es ein Mindestlohngesetz, dem auch Praktikanten unterstellt sind. Wer in Deutschland ein Praktikum beginnt, das länger als drei Monate dauert, erhält von Tag eins an den gesetzlichen Mindestlohn von 8.84 Euro die Stunde. Eine solche Regelung wäre auch für die Schweiz wünschenswert. So würden die Praktika einerseits zeitlich begrenzt, andererseits wäre ein erster Schritt im Kampf gegen Ausbeutung und Missbrauch gemacht.

Ein gutes Zeichen für die Zukunft ist die Aktion von Juso und der Unia. Sie bringt das Thema auf das politische Parkett. Denn bevor es überhaupt zu gesetzlichen Vorstössen kommt, braucht es eine öffentliche Debatte darüber. Und diese ist derzeit leider noch kaum zu hören. Denn Bundesrat und Parlament drücken bislang beide Augen zu und sind sich keinerlei Problematik bewusst.
https://www.watson.ch/Schweiz/Kommentar ... aktikanten

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