Wohngelder Schweiz für Auszubildende

Weiterbildung, Schule, Uni...
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HearthStone
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Wohngelder Schweiz für Auszubildende

Beitrag von HearthStone » 15 Apr 2013, 07:34

Hallo

Bis jetzt ergab die Suche über Google keine brauchbaren Ergebnisse rund um diese Frage (sofern Schweiz).
Folgendes: Ich bin zZ in Ausbildung (hole meine Matura nach). Dies geht noch ein paar Jahre, danach folgt die Universität.
Nun, in meiner jetzigen Ausbildung wird verlangt, dass man nebenbei noch berufstätig ist und ich arbeite auch zu etwa 50%. Aufgrund dessen, dass ich vor dieser Schule noch nie eine Lehre oder dergleichen abgeschlossen habe, stehen mir nur schlecht bezahlte Neben- oder Minijobs zur Verfügung.
Ich verdiene also etwa 800fr. und bekomme von den Eltern noch etwas Geld. Diese haben aber auch nicht viel, was ich also von ihnen bekomme sind in etwa: Geld für die Schule, die Handyrechnung, einmal monatlich Lebensmitteleinkauf und vielleicht noch ein Hunderter für Kleinigkeiten oder Klamotten.
Ich wohne zZ auch bei einem Elternteil aber mit 23 Jahren steigt so langsam der Frust, dass man sich keine eigene Wohnung finanzieren kann. Stipendien stehn mir keine zu, da ich noch nicht studiere.
Auf der Gemeinde erzähle man mir die Eltern seien bis zum 25. Lebensjahr verantwortlich für die Finanzierung.
Weil ein Elternteil über eine Eigentumswohnung verfügt, wurde das als "enormes Vermögen" betrachtet und die Eltern wohl gleich als reich abgestempelt. Jedoch sind beide in Rente und kriegen monatlich nur wenig.
Sie sagten mir sie würden wenns sein muss auch selber kleine Nebenjobs annehmen um mich durchzufüttern, aber das will ich ihnen natürlich nicht zumuten.
Vor einigen Jahren schon war das Ganze ein Thema und die eine Gemeinde hat mir folgendes Angeboten: Für unter 25-jährige würde eine Wohnung finanziert in derselbigen Gemeinde. Sofern unter 700fr teuer.
Kostete die Wohnung zBsp 705fr., dürfte man die restlichen 5fr. nicht einmal selber dazugeben.
Schliesslich fand ich etwas, doch dann wurde das Ganze wieder verworfen und ich wurde wieder von Amt zu Amt geschickt. Ich war bereits beim RAV, IV/AHV, Stipendienstelle, bei Psychologen und sonstwo. Und überall drückt man sich davor auch nur einen Rappen herzugeben. Das Alles läuft schon SEIT 7 JAHREN!!
Ich bin ja selber nicht wild drauf, von jemandem abhängig zu sein aber die Realität ist, dass ich mit 23 Jahren wirklich meine Privatsphäre will und nicht erst wenn ich mit meiner Ausbildung fertig bin. Das wäre dann etwa mit 30 oder 32 Jahren!
Ich bin einfach nur noch frustriert, dass es in der Schweiz so traurig aussieht. Natürlich macht es mich auch wütend/neidisch, wenn ich sehe wie gut es andere in der Ausbildung haben, weil sie reiche Eltern haben etc.
Natürlich zeigt sich mein Frust auch in den Noten und ich hab diverse merkwürdige Angewohnheiten entwickelt die ich auch therapieren musste/muss.
Selbst mein Therapeut hat sich eingesetzt und überall angerufen, weil die Situation immer schlimmer wird.
Stattdessen gibt man mir wieder Termine auf die man ein halbes Jahr warten muss (keine Übertreibung), nur um mir die Lust zu verderben und mich abzuwimmeln.
Ich KANN einfach die nächsten Jahre nicht genug verdienen, es ist nicht möglich. Ich geb mir jetzt schon alle Mühe aber es reicht einfach nicht. Die Wohnungen sind so teuer und dazu kommt noch der Lebensunterhalt, die Versicherung, Kosten für die Ausbildung etc.
Hab schon wieder einen Ärger-Klumpen im Hals angesichts dieser ganzen Ungerechtigkeit.
Und dann bezeichnet sich die Schweiz noch als sozialer Staat in dem es alle gut haben! Könnt gar nicht soviel essen wie ich kotzen könnte, wenn ich sowas höre! :X
Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass sich einige Studentinnen (wie man so hört) verkaufen müssen für ihren Unterhalt. Soweit sollte es wirklich nie kommen.

Gibt es denn keinen Ort mehr an den man sich wenden kann?

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bebop
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Re: Wohngelder Schweiz für Auszubildende

Beitrag von bebop » 20 Apr 2013, 09:37

Lieber HearthStone

Deine Geschichte tönt frustrierend. Als ob man in der reichen Schweiz gar nicht mehr hochkommen kann, wenn man unter ein bestimmtes finanzielles oder ausbildungsmässiges Level gefallen ist. Oder dort beginnt. Bildung und Geld der Eltern bestimmen den Lebenslauf der Kinder ja immer mit, aber es macht mich etwas ohnmächtig zu sehen, wie zäh sich das konkret auswirken kann.

Obwohl ich selber finanziell auch nicht gerade oben aus bin, kam ich durch tiefe Ausgaben und diverse Jobs bisher relativ gut über die Runden. Vor allem zahle ich schon immer sehr tiefe Mieten, in WG's in älteren Häusern. Aber solche gibt es in vielen Städten ja kaum noch.
800.- für 50% finde ich auch für einen Aushilfsjob extrem wenig, aber du weisst ja selber und besser als ich, wie der Arbeitsmarkt bei dir vor Ort ausschaut.

Ich weiss aus dem Stand auch keine Stelle, an die du dich wenden könntest. Ich kann in den kommenden Wochen im Freundeskreis mal rumfragen, habe aber jetzt und die nächsten paar Tage keine Zeit. Weil die Beteiligung in dem Forum seit einiger Zeit zu wünschen übrig lässt (ich nehme mich da auch nicht aus), schreib ich mal ein paar andern, sie sollen dein Posting lesen. Ich hoff es kommt etwas zusammen und wünsche dir soweit alles Gute.
Arroganz ist die Kunst, auf die eigene Dummheit stolz zu sein.

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Sansculotte
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Re: Wohngelder Schweiz für Auszubildende

Beitrag von Sansculotte » 20 Apr 2013, 16:00

Vor einigen Jahren schon war das Ganze ein Thema und die eine Gemeinde hat mir folgendes Angeboten: Für unter 25-jährige würde eine Wohnung finanziert in derselbigen Gemeinde. Sofern unter 700fr teuer.
Kostete die Wohnung zBsp 705fr., dürfte man die restlichen 5fr. nicht einmal selber dazugeben.
machs doch einfach so: sag einem entsprechenden vermieter das er 1x ne rechnung für die gemeinde a 700 fr machen soll und du gibst ihm dann noch das ausstehende was drüber ist (5 fr pro monat oder whatever z.b. halbjährlich). muss die gemeinde ja nichts von wissen..
Schliesslich fand ich etwas, doch dann wurde das Ganze wieder verworfen und ich wurde wieder von Amt zu Amt geschickt.
darauf beharren WENN sie das wirklich so angeboten haben.
Nun, in meiner jetzigen Ausbildung wird verlangt, dass man nebenbei noch berufstätig ist und ich arbeite auch zu etwa 50%.
Ja musst du einen speziellen beruf machen? sonst kannst du auf dem bau arbeiten, da hast du bei 50 % den durchschnitt von 2000 Fr. im Monat. wenn ja, Vielleicht nen grösseren Betrieb auswählen, weil die beim Personal flexibler sein können als kleine und du nicht immer da sein musst.

notfalls nimmst du für die zwei verbliebenen jahre einen kredit auf und stotterst ihn mit 50 fr. pro monat oder so ab (ja ich weiss kein geld aber 50fr pro monat hast schnell mal verdient)

was willst du eigentlich später mal arbeiten wenn alles fertig ist?
aramtamtam aaaaaaramtamtam!!!

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