Lohnerhöhungen

Kuddel
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Re: Lohnerhöhungen

Beitrag von Kuddel » 29 Mai 2011, 19:18

Die Schweizer Wirtschaft zeichnet sich zurzeit durch ein starkes Wachstum aus. Ökonomen erklären, weshalb nun sogar die Exporte – trotz Frankenstärke – weiter zunehmen.
:shock:
http://bazonline.ch/wirtschaft/konjunkt ... y/17185961

Ping Pong
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Re: Lohnerhöhungen

Beitrag von Ping Pong » 09 Dez 2011, 14:15

Im Tessin protestieren hunderte Bauarbeiter

Eine Woche nach dem nationalen Protesttag der Gewerkschaften sind auch die Tessiner Bauarbeiter auf die Strasse gegangen. Sie wollten damit in den festgefahrenen Verhandlungen für einen neuen Landesmantelvertrag (LMV) den Druck auf den Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) erhöhen.

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Über 2000 Bauarbeiter hätten sich an den Demonstrationen beteiligt, teilte die Gewerkschaft Unia in einem Communiqué mit. Auf über 500 Baustellen hätten die Arbeiten geruht.

Der SBV bestreitet die von der Unia genannten Zahlen. Es hätten lediglich 500 Arbeiter protestiert, sagte Vittorino Anastasia, Direktor der Tessiner Sektion des SBV. Auch die Polizei komme auf diese Zahl. Die Proteste seien friedlich verlaufen; ihm seien keine Sachbeschädigungen oder sonstige kriminellen Handlungen der Demonstranten bekannt.

Forderungen «unrealistisch»

Mit ihren Aktionen verlangen die Gewerkschaften einen besseren LMV, nachdem Verhandlungen mit dem SBV Anfang November gescheitert waren. Der bestehende LMV läuft Ende Jahr aus.

Der Baumeisterverband hatte den Arbeitnehmern eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent angeboten. Die Gewerkschaften fordern 100 Franken mehr, was einem Aufschlag um 1,8 Prozent entspricht. Ausserdem wollen sie Massnahmen gegen Lohndumping im neuen LMV verankern.

Die Forderungen der Gewerkschaften seien unrealistisch, sagte Anastasia. Der bestehende LMV sei bereits sehr arbeitnehmerfreundlich.

Protest mit Folgen

Der erste Protesttag vergangene Woche, an dem laut Unia rund 7000 Arbeiter beteiligt waren, hatte viel böses Blut zur Folge. Der SBV lastete der Unia Blockaden und kriminelle Handlungen wie Nötigung, Sachbeschädigung und Diebstahl an. Er wird nach eigenen Angaben eine Klage wegen Verletzung der Friedenspflicht einreichen.

Gestern Donnerstag erklärte der Verband ausserdem, «bis auf weiteres» nicht mehr mit der Unia zu verhandeln. Er werde nur noch mit Gewerkschaften zusammenarbeiten, die der Friedenspflicht nachkämen.

«Zeichen» aus dem Tessin

Bis in zwei Wochen müssten diese einer Verlängerung des heutigen LMV ohne Vorbedingungen zustimmen, damit ein neuer Vertrag ausgehandelt werden könne. Die vom SBV angebotene Lohnerhöhung von 1,5 Prozent werde auch bei einer Verlängerung des bestehenden Vertrags in Kraft treten, sagte SBV-Vizedirektor Martin Senn.

In ihrem Communiqué warf die Unia dem SBV nun «Diskussionsverweigerung» vor. Er trage die Verantwortung, wenn nach dem Auslaufen des LMV eine «brutale Verschlechterung der Arbeitsbedingungen auf dem Bau» eintreten würde. Mit den Protesten im Tessin hätten die Bauarbeiter «ein deutliches Zeichen» für einen neuen LMV gesetzt, schrieb die Unia weiter.
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten ... auarbeiter

Ping Pong
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Re: Lohnerhöhungen

Beitrag von Ping Pong » 17 Feb 2013, 18:29

Eine kürzliche Umfrage unter der CH-Bevölkerung betreffend Lohnerhöhung ergab folgendes : 64 % bekamen keine Lohnerhöhung ! 10-50.-Fr. 12% ! die Managerlöhne stiegen in den letzten Jahren um 56 % durchschnittlich.

Henrii
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Re: Lohnerhöhungen

Beitrag von Henrii » 26 Apr 2013, 11:30

Das ist doch einfach nicht fair. Die die schon viel verdienen bekommen eine Gehaltserhöhung und die die nicht so viel verdienen bekommen nichts?!

Ping Pong
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Re: Lohnerhöhungen

Beitrag von Ping Pong » 14 Mär 2014, 12:36


Kuddel
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Re: Lohnerhöhungen

Beitrag von Kuddel » 10 Jul 2016, 10:39

Schweizer Löhne sinken bis zu 8 Prozent

Gewerkschaften werfen den Arbeitgebern vor, die Personenfreizügigkeit zu missbrauchen.


Angestellte in der Schweiz verdienten zwischen 2012 und 2014 bis zu 8 Prozent weniger. Das zeigen Recherchen der «SonntagsZeitung», gestützt auf der Lohnstrukturerhebung 2014 des Bundes. Besonders betroffen sind demnach Industrie, öffentliche Verwaltung, Personalverleih, Bankenbranche, Gesundheits- und Sozialwesen sowie die Verkehrsbranche.

Im Schnitt sanken die Löhne innert der Zweijahres-Frist um 0,2 Prozent. Am stärksten zurückgegangen waren die Einstiegslöhne von ausländischen Jahresaufenthaltern. Das verstärke den Lohndruck auf Schweizer Berufseinsteiger, heisst es in dem Bericht weiter. In der Industrie verdienten sie 0,7 Prozent weniger, in der öffentlichen Verwaltung sogar 3,7 Prozent.

Mehr Lohnverstösse


Der starke Franken zwinge die Unternehmen dazu, ihre Kosten zu senken, erklärt Swissmem-Direktor Peter Dietrich. Dadurch sei der Druck auf die Löhne gestiegen. Das bestätigt auch Daniel Lampart. Der Chefökonom des Gewerkschaftsbundes wirft den Firmen allerdings Missbrauch der Personenfreizügigkeit vor. «Schweizer Firmen rekrutieren Arbeitnehmer im Ausland zu tiefen Löhnen, statt Einheimische zu fairen Bedingungen anzustellen», sagt Lampart zur «SonntagsZeitung».

Lohnkontrollen aus dem letzten Jahr hätten gezeigt, dass es mehr Missbrauch gebe, so Lampart. Bei 17 Prozent der ausländischen Firmen und bei 11 Prozent der Schweizer Unternehmen gab es demzufolge im Jahr 2015 Lohnverstösse.

Auch Stefan Studer, Geschäftsführer der Angestellten Schweiz, stört sich an der Praxis der Firmen: «Offensichtlich versuchen sie, die Löhne von neu in den Arbeitsprozess einsteigenden Angestellten von Anfang an zu drücken.»

Vertreter der Arbeitgeber weisen die Kritik zurück. Langfristig hätten sich die Löhne seit 2002 positiv entwickelt, heisst es beim Industrieverband Swissmem und dem Schweizerischen Arbeitgeberverband. Die Personenfreizügigkeit werde nicht missbraucht.

Firmenregister soll schwarze Schafe auflisten

Es brauche stärkere Kontrollen gegen Dumpinglöhne, allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsverträge, einen Kündigungsschutz für ältere Mitarbeiter und eine Meldepflicht für freie Stellen an die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren, fordert der Gewerkschaftsbund. Zudem sei ein Register nötig, das schwarze Schafe unter den Firmen aufliste. Der Arbeitgeberverband lehnt die Forderungen ab.

Boris Zürcher vom Staatssekretariat für Wirtschaft spricht sich für häufigere Kontrollen in Kantonen aus, die stärker von der Einwanderung betroffen sind – allen voran im Tessin und in Genf.
http://bazonline.ch/wirtschaft/konjunkt ... y/14496647

Was für ein Scheiß ist das denn? Unternehmer wollen IMMER Löhne drücken. Sie setzen das aber nur dann durch, wenn der Widerstand zu schwach ist. Wenn die Gewerkschaften nicht versucht haben den notwendigen Widerstand zu organisieren, dann ist es nur peinlich, wenn sie anderen die Schuld geben.
Die Formulierung
die Personenfreizügigkeit zu missbrauchen
läßt verschiedene Interpretationen zu. Eine Lösung könnte heißen: Wird die Personenfreizügigkeit abgeschafft, werden die Arbeitsbedingungen der Schweizer geschützt.

Hier können die Gewerkschaften auf Applaus von den Rechtspopulisten setzen. :X

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